Verzicht ist kein Verzicht, sondern in meinem Fall ein Gewinn
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Milch
Ich kann nicht mehr genau sagen ab wann wir in unserem Haushalt keine Kuhmilch mehr gekauft haben. Das war vermutlich 2015. Die Intention dazu lieferte mein Herzblatt. Ihm ging es damals gesundheitlich nicht sehr gut und wir haben unsere Ernährung umgestellt. Viele Dinge weggelassen, viel ausprobiert.
Dabei haben wir als erstes Sojamilch als Alternative für Kuhmilch ausprobiert. Wir haben beide Kuhmilch nie pur getrunken. Daher diente die Milch eher zum Backen, für das Müsli, zum Kochen und als Schuss für den Kaffee meines Prinzen. Wir waren uns beide sehr schnell einig, dass Sojamilch für uns keine gute Alternative zur Kuhmilch ist. Sie schmeckte uns nicht. Wir hatten daraufhin den Gedanken „Alternative“ fallen gelassen und uns einfach auf andere Produkte neu eingelassen.
Bei uns gibt es nun meist Reis- und Hafermilch.
Reismilch für das Müsli und für den Kaffee meines Prinzen.
Hafermilch nutze ich sehr gern zum Backen und kochen. Bei Plinsen ist Hafermilch perfekt ;)
Ab und an gibt es auch lecker Schoko-Kokosmilch daheim. Sehr lecker!
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Shampoo/Flüssigseife
Natürlich dusche ich mich und bade, aber ich nutze kein Shampoo mehr welches in Plastikverpackungen oder in Flüssigform angeboten wird.
Warum? Zum einem um Ressourcenschonend zu handeln (keine Plastikverpackung, keine Mikroplastik im Produkt …), meinen Geldbeutel zu schonen (Seifen oder Bar’s sind ewig nutzbar und man bekommt nicht zu 80% Wasser als Produkt), Pflege transportabel zu halten (mit Seifen und Bar’s lässt sich hervorragend verreisen) und zum anderem mag es nicht mein Leben/Wohnung mit Labels verkleiden.
Flüssigseife nutze ich schon seit sehr vielen Jahren nicht mehr (ich schätze ca. seit 2008), was zum Teil auch an meinem Sport lag. Ich brauchte Seife, welche nicht nach fettet, ich brauchte Grip an den Händen und Creme oder jegliches Fett war einfach mehr als störend und hindernd.
Nach und nach experimentierte ich mit Seifen. Am Körper und an Haar.
Für den Körper habe ich sehr schnell wunderbare regionale Produkte gefunden.
Meine Lieblingsseifendealer sind Einfachseife und Beti Lu. „Lustbirne“ und „Sternenstaub“ von Einfachseife – so wunderbar lecker!
Und ohne „Blütenzauber“ von Beti Lu existiert mein Bad nicht. Probier die Seifen einfach mal aus, ich komme nicht mehr von los :D
Für meine Haare habe ich sehr lange nach einer Seife gesucht. Bei den meisten Seifen ist nach der Haarwäsche noch eine Spülung nötig (Apfelessig oä.).
Ich bin dafür leider zu ungeduldig und mag lieber ein Produkt, welches ich in einem Waschgang nutzen kann. Ich hatte irgendwann Beti Lu aus Leipzig ausprobiert. Ich bin sehr verliebt in diese Haarseife und nutze diese sehr regelmäßig. Ab und an nehme ich auch von Lush das Shampoobar Jumping Juniper. Beide halten ewig.
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Tampons/Einweg-Binden
Für mich ein sehr befreiender Weg.
Ich nutze seit 2014 eine Menstruationstasse und Stoffbinden. Ich kann es mir anders gar nicht mehr vorstellen.
Die Masse an Ressourcen und Geld die man spart. Abgesehen von dem Verzicht auf Chemikalien im Intimbereich und Tampons welche die Schleimhäute beschädigen und Feuchtigkeit der Scheide entziehen. Mittlerweile sind Tampons für mich eine sehr gruselige Vorstellung.
Für Dich neu? Vielleicht magst Du es mal probieren? Gern schreibe ich hierzu einen eigenen Beitrag, falls der Bedarf besteht.
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Fleisch
Seit Anfang 2017 verzichte ich zu 99% auf Fleisch.
99% weil ich mich schon ein bis zweimal an Anfang hinreißen ließ.
Ich habe bis dato fast jeden Tag Fleisch gegessen. Und ja, es hat mir geschmeckt.
Seelisch ertrage ich den Gedanken nicht, dass ein Tier meinetwegen getötet wurde/wird und zuvor noch Elend gelebt hat und ausgebeutet wurde.
Diese Ansicht kam schleichend und ich bin darüber sehr dankbar.
Ich kann und will keinen Schritt mehr zurück.
Mein Ziel: vegan
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Zigaretten
Für mich heute gar nicht mehr vorstellbar.
Ich war jahrelang eine sehr starke Raucherin. Ich hatte fast 15 Jahre lang geraucht. In der letzten Phase mehr als eine Schachtel am Tag.
2014 leitete ich in meinem Leben ein größeren Wendepunkt ein. Privat, beruflich und familiär.
Ein deutliches „Ja“ zu Mir und ein klares „Nein“ zu allem und Jeden der mir nicht guttat. Es war wundervoll!
Ich hatte durch eine kleine Dusseligkeit, eine kleine Zwangspause im Krankenhaus (nichts Ernstes ;) und habe diese kurze Zeit gleich dazu genutzt den Zigaretten abzuschwören. Mein Herzblatt hat derweil, daheim, alle Rauchutensilien, auf meinen Wunsch, entsorgt. Zeitgleich habe ich mir eine Dampfzigarette bestellt (war damals noch ganz Neu) und Liquids ohne Nikotin. So das ich einen „Nuckelersatz“ habe, falls ich doch in die „Alltags-Belohungsphase“ fallen sollte.
Diese Ersatzzigarette war allerdings totaler Blödsinn. Ich glaube, ich hatte diese drei Wochen genutzt und danach weggeworfen. Die Technologie war damals noch nicht so ausgereift. Aber das war auch egal, denn ich brauchte sie nicht.




